Dienstag, 5. November 2013

Polyxena und die 31 Bücher - Tag 7

Das dickste Buch in deinem Regal

Leo N. Tolstoi: Anna Karenina


Eine Weile habe ich gesucht und verglichen. Aber mit 1230 Seiten ist Anna Karenina eindeutig das dickste Buch in meinem Regal. Das Buch entstammt der Epoche des russischen Realismus. 
Die Handlung spielt im 19. Jahrhundert in der Welt des russischen Adels. Es gibt mehrere parallele Handlungen, die die Themen Liebe, Ehe, Ehebruch und Moral behandeln. Es gibt da Dolly Oblonskaja, die sich scheiden lassen will, weil sie von ihrem Ehemann betrogen wurde und auf einen Rat von Anna Karenina hin, ihrer Ehe noch eine Chance gibt.
Dolly jüngere Schwester Kitty, die einen Heiratsantrag Kostja Ljewins ausgeschlagen hat, weil sie eigentlich in den Grafen Alexej Wronskij verliebt ist. Schlussendlich die Hauptperson Anna Karenina, die mit Alexej Karenin verheiratet ist.
Auf einem Bahnsteig begegnet sie dem Grafen Wronskij und es geschieht, was beide nicht für möglich gehalten hätten. Sie verlieben sich ineinander und entgegen aller gesellschaftlicher Konventionen des 19. Jahrhunderts, beginnt die verheiratete Frau eine Affäre mit dem Grafen. Als sie schwanger wird und sich die Affäre nicht mehr verheimlichen lässt, kommt es zum Bruch mit ihrem Ehemann. Sie geht mit dem Grafen Wronskij und er gemeinsamen Tochter weg, während der Sohn aus der Ehe mir Karenin beim Vater zurückbleibt. Die Trennung von ihrem Kind wird für Anna Karenina immer schlimmer. Sie muss auch noch bemerken, dass Alexej Karenin, ihr den Sohn immer mehr entfremdet. Diese Belastungen führen zu immer mehr Problemen in der Beziehung mit dem Grafen Wronskij. Anna Karenina hat immer mehr Eifersuchtsanfälle auf nicht vorhandene Nebenbuhlerinnen. Schließlich begeht sie Selbstmord, in dem sie sich vor einen Zug wirft. Wronskij, eigentlich unfähig ohne Anna zu leben, zieht daraufhin in den Krieg, wohlwissend, dass er ihn nicht überleben wird.
Jetzt fragt man sich bestimmt, wie man diese Handlung auf 1230 Seiten ausweiten kann. Es stimmt, das Buch ist aufgebläht durch die Nebenhandlungen, die extrem detailreich, eben "realistisch" beschrieben werden und wenn man das Buch eine Weile aus der Hand gelegt hat, gerät man in Gefahr wichtige Details vergessen zu haben, weil es derer so viele gibt. Entsprechend der drei Parallelhandlungen, kam es mir immer so vor, als wären eigentlich drei Bücher in eines geschrieben worden. Dieser Schreibstil war wohl nicht ungewöhnlich, weil zur damaligen Zeit Bücher sehr teuer waren und ein Buch gerne über einen langen russischen Winter reichen sollte. Obwohl das Buch schon weit über hundert Jahre alt ist und recht dramatisch endet, finde ich die geschilderten Probleme recht feinsinnig erkannt und nachvollziehbar geschildert. 
Von Anna Karenina gibt es einige Verfilmungen, von denen die eine oder andere richtig gut ist. Mir persönlich am besten gefallen hat bisher die Verfilmung mit Sopie Marceau. Mein Buch ist auch eine Filmausgabe, wie man deutlich sehen kann.

Kommentare:

  1. Ich fand Sophie Marceau auch toll als Anna Karenina, nur der Wronski hat mir überhaupt nicht gefallen. Gelesen hab ich das Buch noch nicht, mich hat die immense Seitenzahl abgeschreckt. Vielleicht finde ich mal ein Höhrbuch. Jaja die Faulheit ;o)
    LG Jennifer

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  2. Ich wollte das Buch immer mal lesen, aber irgendwie hab ich mich nie an den Schinken getraut! =/ Als Hörbuch wäre es sicherlich nicht verkehrt! :P

    Liebe Grüße und schönes Wochenende dir! :)

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